Bezirksverband der Gartenfreunde Köpenick e. V.
GartenGrundlagen

EMPFEHLUNG ZU GÄRTNERISCHEN GRUNDSÄTZEN 

Für ein nachhaltiges, ökologisches und naturnahes Gärtnern in unseren Kleingartenanlagen

 

Liebe Gartenfreundinnen, liebe Gartenfreunde,

um unsere Kleingartenanlagen als wertvolle grüne Oasen, Lebensräume für die Tierwelt und Orte der Erholung für die Zukunft zu bewahren, bitten wir um die konsequente Beachtung und Umsetzung der folgenden Grundsätze in Ihrem Kleingarten:

 

1. Bodenpflege & Pflanzenernährung

  • Boden schonen: Verzichten Sie auf das Umgraben des Bodens. Ein Aufreißen und Lockern schont das empfindliche Bodenleben.
  • Natürlich düngen: Nutzen Sie eine aktive Kompostwirtschaft (Kreislaufwirtschaft) und Gründüngung. Verzichten Sie komplett auf leichtlösliche, synthetische und mineralische Dünger.
  • Boden abdecken: Sorgen Sie für eine ganzjährige Bodenbedeckung (z. B. durch Mulchen).
  • Torffrei gärtnern: Verwenden Sie zum Schutz der Moore ausschließlich torffreie Erden.

 

2. Pflanzenbau & Naturnaher Pflanzenschutz

  • Anbauvielfalt: Setzen Sie auf Mischkulturen und fördern Sie aktiv den Erhalt alter Obst- und Gemüsesorten.
  • Biologischer Schutz: Schöpfen Sie alle biologischen und kulturtechnischen Maßnahmen des Integrierten Pflanzenschutzes voll aus.
  • Pflanzenschutzmittel: Verzichten Sie grundsätzlich auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel (Ausnahmen regeln die zuständigen Behörden).
  • Invasiver Verzicht: keine Verbreitung invasiven Pflanzenarten (Neophyten).

 

3. Artenschutz & Lebensräume (Biodiversität)

  • Ganzjährige Nahrung: Schaffen Sie durchgehend Blüh- und Nahrungspflanzen für die heimische Insektenwelt.
  • Nistmöglichkeiten: Bringen Sie Nisthilfen für die Tierwelt an (z. B. Insektenhotels, Fledermaus- und Vogelkästen).
  • Biotope anlegen: Gestalten Sie naturnahe Elemente wie Totholzhaufen, Benjeshecken, Trockenmauern sowie Dach- oder Fassadenbegrünungen.
  • Naturnahe Teiche: Verzichten Sie in Gartenteichen möglichst auf Fischbesatz, da Fische den nützlichen Froschlaich und Wasserinsekten fressen.
  • Offene Flächen: Legen Sie kleine, offene Sandflächen (Sandarien) für erdnistende Wildbienen an.

 

4. Technik, Materialien & Umweltschutz

  • Keine Schottergärten: Verzichten Sie vollständig auf Schotter- und Kiesgärten, da diese die Artenvielfalt verdrängen.
  • Gerätesperre: Nutzen Sie zum Schutz von Kleintieren und Mikroorganismen keine Laubsauger oder Laubbläser.
  • Igelschutz bei Mährobotern: Verzichten Sie zum Schutz von Igeln komplett auf den Einsatz von Mährobotern in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden.
  • Plastik vermeiden: Reduzieren Sie Plastik im Garten auf ein Minimum, um den Eintrag von Mikroplastik in den Boden zu verhindern. Nutzen Sie umweltfreundliche und nachhaltige Materialien.

 

5. Ressourcen- & Klimaschutz

  • Keine Versiegelung: Vermeiden Sie jegliche Bodenversiegelung, damit Regenwasser natürlich versickern kann.
  • Smarte Bewässerung: Fangen Sie Regenwasser konsequent auf und nutzen Sie wassersparende Systeme wie die Tröpfchenbewässerung.
  • Lichtverschmutzung eindämmen: Reduzieren Sie künstliche Außenbeleuchtung auf ein Minimum, um nachtaktive Tiere und Insekten zu schützen.

Die Einhaltung der bestehenden Gesetze, Verordnungen sowie der jeweils gültigen Kleingartenordnung bleibt von diesen Empfehlungen unberührt und ist für jedes Mitglied verpflichtend.

Gemeinsam für ein grünes und lebendiges Köpenick!

 

Mit gärtnerischen Grüßen,
Der Vorstand
Bezirksverband der Gartenfreunde Köpenick e. V.

 

 

 08/2026

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Grundsätze
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